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Lea Elisa Schäfer

Kunsthochschule, Mainz

Rücken, 2014

Öl und Lack auf Holz, 59,5 × 70 cm

 „Die unterhaltendste Fläche auf der Erde ist für uns die des menschlichen Gesichts.“ Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799)

Man kann ein Gesicht machen, wahren oder gar verlieren. Doch ein Gesicht wird erst dann zum Gesicht, wenn es – von Angesicht zu Angesicht – mit anderen Gesichtern in Kontakt tritt. Bei der Übertragung in die künstlerische Darstellung eines Gesichts werden eine körperliche Ähnlichkeit und die Abbildung des Wesens der Person angestrebt. Die Präsenz der Figur wird dabei durch den Blick evoziert. Was passiert, wenn uns das Gegenüber nicht anblickt?

In der Öffentlichkeit nehmen Gesichter oft Rollen ein, passen sich Konventionen an oder unterwerfen sich der Allgegenwart von offiziellen Ikonen aus der Medienwelt. In der vergangenen Zeit dominierten Herrschertypen, gar Herrscherphysiognomien, die Repräsentation der geistlichen und weltlichen Macht- und Würdenträger.

Das hier gezeigte Portrait ist Teil der Reihe Freunde mit Geschichtsbewusstsein, die über einen Zeitraum von zwei Jahren parallel zu großen Malereien entstand. Das kleine Format und der starre Bildträger erlaubten ein schnelles, experimentelles Vorgehen. Freunde mit Geschichtsbewusstsein befragt die verschiedene Portraittypen: Was zeichnet den Typus eines Amtsportraits, eines höfischen Portraits, oder eines Fremdbildes aus? Wie präsentiert sich das Gegenüber? Wie verändert eine Maske die Rezeption?

Vita

1989 geboren in Dernbach/Deutschland

seit 2009 Studium an der Kunsthochschule Mainz

2009–2010 Studium bei Thomas Schmidt und Heike Aumüller

2010–2015 Studium bei Anne Berning

2012 Studium bei Gabi Hamm

2015–2016 Meisterschülerin bei Anne Berning

Kontakt

Mail leschaef@gmx.net 

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